Das geliebte Auto sicher UND kostenlos parken – geht das?

Während beispielsweise die Niederländer und die Dänen allem, was Blech und Motor verbindet, eher die nordisch-kalte Schulter zeigen, verehren, lieben, ja vergöttern wir Deutschen – in der Mehrheit der Fälle – unser Auto. Diese regelrechte Autoliebe findet ihren Ausdruck in farbinspirierten Kosenamen wie Erdbeerli und Schwarzer Panther, in wöchentlich spendierten Schaumbädern, in Krümeljagden mit dem Handstaubsauger und vor allem in achtsamem Parken weit entfernt von allen oder zumindest neben, vor und hinter Autofahrern, die scheinbar genauso penibel auf die Schadlosigkeit des geliebten fahrbaren Untersatzes achten.

Dennoch: Autofütterungen, will sagen: tanken, Autoreinigungen und Autoversicherungen sind teuer. Da fragt sich selbst der ein oder andere Autoheger und -pfleger – ob er nun aus Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München, Stuttgart oder Quedlinburg stammt – durchaus, ob er seinen empfindlichen, schutzbedürftigen Wagen für lau gefahrlos und damit ohne schlechtes Gewissen und schlimme Folgen abstellen kann. Also: kostenlos, gratis oder kostenfrei UND sicher parken, funktioniert das wirklich? Wir von Autoparkplatz.de

haben dieser Frage auf den Kolben gefühlt und nützliche Hinweise und Tipps für Sie zusammengestellt. Lesen Sie selbst.

Übrigens: Für diejenigen unter Ihnen, denen es auf Geschwindigkeit ankommt, haben wir direkt hier gut ausgeschilderte Abkürzungen zu den essentiellen Ratschlägen für sicheres Parken auf einem Kostenlos-Parkplatz eingerichtet. Zudem enthält unser Beitrag ein interessantes Special zu den Sonderfällen hinsichtlich der Fragestellung, ob Kostenlos- und Sicher-Parken am Flughafen klappt.

Kostenlos und sicher parken? Ihre Frage, unsere Antwort!

Leserfreundlicherweise wollen wir die wichtigste Antwort auf die Kernfrage, lassen sich Fahrzeuge tatsächlich sicher UND kostenlos parken, jetzt einfach mal vorwegnehmen. Sie lautet: ja, natürlich. Nicht alle Gratis-Parkplätze sind unsicher. Es gibt durchaus sichere kostenlose Parkplätze. Die sicheren Parkplätze unter den Kostenlos-Stellflächen haben jedoch bestimmte Dinge gemein. Und genau das haben wir ergründet.

Die Grundvoraussetzungen für sicheres kostenloses Parken

Dass es nicht besonders sicherheitsverheißend ist, sein nagelneues, blitzblankes Auto an einer dunklen, abgelegenen Straßenseite am Stadtrand abzustellen und obendrein die prall gefüllte Handtasche darin liegen zu lassen, erscheint logisch. In einem solchen Fall könnte man gleich ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Bitte mitnehmen oder aufbrechen und ausräumen“ anbringen.

28 132 Diebstähle von Kraftwagen wurden laut des Onlinestatistik-Portals Statista im Jahr 2019 polizeilich erfasst. Immerhin etwa 10 000 Delikte weniger als noch in den Jahren 2012 bis 2016. Einbrüche in das beziehungsweise Diebstähle aus dem Auto und Beschädigungen von Fahrzeugen sind dabei freilich nicht eingerechnet. Auch und vor allem aus diesen Tausenden von statistisch belegten sowie verborgenen Gründen sollte der Autofreund in Ihnen sich den Umkehrschluss des oben genannten Beispiels und die sich daraus ergebenden Regeln am besten bei jeder Parkplatzsuche erneut vor Augen führen. Da helfen wir.

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Ein belebter, gut beleuchteter Parkplatz ist sicherer. © fancycrave1 / pixabay.com

Die clevere Parkplatzwahl

Wie gesagt, dunkle, zwielichtige Ecken sollte auch der risikobereiteste Sparfuchs vermeiden. Beachten Sie als Autoliebhaber stattdessen bitte folgende Punkte:

  • Stellen Sie Ihren PKW ausschließlich in belebten und abends und nachts gut beleuchteten Gegenden ab.
  • Bedenken Sie – in Großstädten wie Berlin, Hamburg und Frankfurt – die Verbrechensrate und die Gewaltbereitschaft in dem Stadtteil, in dem Sie kostenlos zu parken wünschen.
  • Parken Sie exakt nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung. Das heißt zum Beispiel nicht vor Andreaskreuzen, nicht an Haltestellen, nicht im Bereich von Feuerwehrzufahrten und Rettungswegen, nicht vor Grundstücksein- und Ausfahrten, nicht auf privaten Parkplätzen und nur dort, wo Halte- und Parkverbotsschilder das längere Abstellen des Fahrzeugs nicht ausdrücklich untersagen. Das hält auch die Polizei, Abschleppdienste und Parkraumservice-Anbieter von Ihrem Auto fern, die das Fahrzeug freilich nicht stehlen, aber nur gegen eine durchaus beträchtliche Gebühr wieder freigeben.
  • Für den Fall, dass Sie auf einem Parkplatz parken, der zu bestimmten Uhrzeiten oder generell kostenlos ist: Wählen Sie bitte nicht die Nähe zu Bäumen und dichten Büschen, die mögliche Diebe und deren kriminelle Handlungen verbergen könnten. Den zentralen Stellplatz, der rundherum keinerlei Verstecke bereithält und der für andere Parkplatznutzer und Passanten gut einsehbar ist, sollten Sie sich aussuchen.

Das richtige Verlassen des Autos

Klar, ein Hinweisschild mit einer Auflistung all der schönen Sachen, die im Auto zu holen sind, verbietet die Vernunft. Demgegenüber gilt es, die anschließenden Verhaltensregeln zu berücksichtigen:

  • Sorgen Sie vor dem Verlassen des Fahrzeugs dafür, dass keinerlei Sachen von Wert zu sehen sind und Langfinger verlocken können. Portemonnaie und Smartphone (sollten diese im Fahrzeug verbleiben) sind am besten im Handschuhfach aufgehoben. Die Tüten, die sich bei der letzten Shoppingtour angesammelt haben, gehören in den Kofferraum. Unbewegliche Güter wie Navi, Autoradio und Multimedia-System können unter einer wie zufällig aufgeschlagenen Zeitung oder einer Jacke verschwinden. Die Ungewissheit, ob der riskante und aufwändige Einbruch lohnenswert ist, schreckt Diebe gemeinhin ab.
  • Kontrollieren Sie vor dem Verlassen des Kostenlos-Parkplatzes, ob der Wagen komplett zu ist – auch, wenn Sie vollkommen sicher sind, dass Sie die Fenster geschlossen und den Knopf für die automatische Türverriegelung betätigt haben. Ganoven, die es auf Ihr Auto oder die Schätze in dessen Innerem abgesehen haben, nutzen womöglich Störsender, um den per Funk gesteuerten Verriegelungsvorgang zu unterbinden.

Zusätzliche, individuelle Maßnahmen gegen Einbruch und Diebstahl

Diejenigen, denen diese einfach zu beherzigenden Maßnahmen für ein sicheres Kostenlos-Parken nicht ausreichend erscheinen, können sich weiterer Sicherungen in Form von Diebstahl-Schutzsystemen bedienen. Dazu gehören:

  • eine die Gangschaltung blockierende Ganghebelsperre.
  • eine in Sekundenschnelle angebrachte, das Drehen des Lenkrades und somit das Fahren und Rangieren des Fahrzeugs einschränkende Lenkradkralle.
  • eine ein Rad blockierende Parkkralle.
  • eine den Innenraum per Glasbruch-Sensoren, Kameras und/oder Ultraschall überwachende Alarmanlage.
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Sie erschwert Autodieben die Arbeit: die Park- oder Radkralle. © Buecherwurm / pixabay.com

Wenn eines oder mehrere dieser Systeme die bei neuen Fahrzeugen ohnehin verbaute elektronische Wegfahrsperre ergänzen, kann wenigstens der Diebstahl des kompletten Autos oftmals verhindert werden.

Special: Klappt sicheres Kostenlos-Parken am Flughafen?

Jetzt mal Hand aufs Herz: Sie lieben Ihr Auto, aber manchmal ist es einfach nicht genug, um Sie an das Urlaubsziel Ihrer Träume zu bringen. Da muss Carly, Hellcat oder Schnuffel gegen ein Flugzeug eingetauscht und auf dem Boden der Tatsachen zurückgelassen werden. Nichtsdestotrotz will Urlauber das verehrte vierrädrige Gefährt für die Dauer der Reise gut verwahrt wissen, während der fahrbare Untersatz zudem am besten kostenlos parken soll – sei es am oder in der Nähe vom Flughafen Düsseldorf, München oder Stuttgart.

Doch unsere Recherchen haben eindeutig ergeben, dass das Kostenlos-Parken am Airport ebenso wie in dessen Umgebung nahezu unmöglich beziehungsweise mit weiten Wegen und einem enormen Risiko für Autoheil und Geldbeutelfülle verbunden ist. Warum? Nun, das hat einige triftige Gründe, die wir im Folgenden kurz darlegen wollen.

Tipp: Lesenden unter Ihnen, die es eilig haben oder die es für bestimmte Flughäfen ganz genau wissen wollen, empfehlen wir die ausführlichen Beiträge der Park-Experten von parken-und-fliegen.de, die ebenfalls wissen, dass kostenloses Flughafenparken geradezu ausgeschlossen ist:

Für alle anderen gilt: Lesen Sie bitte gern bei uns weiter!

Sicheres Kostenlos-Parken am Flughafen klappt nicht wegen unsicherer P+R-Plätze

P+R-Plätze, also Park-and-Ride-Parkplätze, sind Orte, die an Fernbahnhöfen, an U- und S-Bahn-Haltestellen sowie an anderen Haltepunkten des Öffentlichen Personennahverkehrs speziell für (pendelnde) PKW-Fahrer eingerichtet wurden, um die Parkplatzprobleme der Innenstädte zu minimieren. Da es diesen Plätzen eigen ist, vor allem an den Peripherien von größeren Städten gelegen zu sein, sind sie nicht selten der Inbegriff dessen, was der achtsame Autofahrer beim Parken meiden sollte: abgelegene Stellflächen ohne viel Passanten- und Parkverkehr, die Dieben ihr Nachtwerk erleichtern.

Obendrein sind oft nicht nur die Gebühren für Bahnfahrten zum Airport, sondern auch diejenigen für das Langzeitparken auf einem Pendlerplatz zu entrichten, so dass das „kostenlose Parken“ auf derlei Parken-und-Reisen-Plätzen – kalkuliert man mögliche, zu behebende Schäden am Fahrzeug mit ein –ganz schön ins Geld gehen kann.

Sicheres Kostenlos-Parken am Flughafen klappt nicht wegen unverhoffter Wanderbaustellen

Wanderbaustelle? In der Tat! Wanderbaustellen sind der Grund dafür, dass zunächst völlig rechtmäßig abgestellte Autos urplötzlich in temporären Halte- oder Parkverbotszonen parken. Und: Wanderbaustellen müssen nicht lange vorher angekündigt werden. Es genügt, die mobilen Hinweisschilder 72 Stunden vor Beginn der Baumaßnahmen aufzustellen. Pech für den urlaubenden Autobesitzer, der einen vermeintlich unbedenklichen „Kostenlos-Parkplatz“ ergattert hat und von der Beschilderung keine Kenntnis sowie aus Brasilien heraus ohnehin keine Handhabe hat. Da sagen wir nur eins: Diese Art des Parkens kann teuer werden und ist damit wieder einmal weit entfernt von kostenlos.

Sicheres Kostenlos-Parken am Flughafen klappt nicht wegen Anwohnerunmut in Wohngebieten

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Zerstochene Reifen sind nur eins der Dinge, mit denen widerrechtliche Parker in Wohngebieten rechnen sollten. © stux / pixabay.com

Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag nach Hause kämen und zwischen Ihnen und der langersehnten Erholung auf der Couch tagtäglich noch eine nervenaufreibende Parkplatzsuche stünde? Und das nur, weil, ja, weil Verkehrsteilnehmer mit fremden Kennzeichen und, daraus hervorgehend, weitentfernter Heimat wochenlang die wenigen wohnungsnahen Parkflächen besetzt halten? Sie wären stinksauer, würden dem Besitz oder Eigentum des Frevlers aber keineswegs zu Karosserie, Reifen oder Seitenspiegel rücken? Nun, manche Zeitgenossen denken und handeln vielleicht nicht so und – Sie ahnen es bereits – teuer werden das kann, junger Parkawan.

Fazit: Günstig-Parken ist das bessere Kostenlos-Parken am Flughafen

Einen möglichst entspannten Urlaub verbringen – das ist es doch, was alle und was somit auch Autofans wollen. Da wäre es immerhin ziemlich störend, sich einen Großteil der Urlaubszeit über die Sicherheit und den Zustand des daheimgebliebenen Blech-Schätzchens sorgen zu müssen. Auch wäre es der Urlaubserholung äußerst abträglich, bei der Rückkehr aus den Ferien und zum kostenlosen Parkplatz kein oder ein beschädigtes Fahrzeug vorzufinden.

Daraus folgt: Es ist eindeutig besser, nerven- und geldbeutelschonender, einen preiswerten Parkplatz auf Online-Parkplatzportalen wie park-sleep-fly.net zu buchen und den lieben langen Urlaub über unumstößlich zu wissen, dass das geliebte Auto sicher und bewacht ist.

Und nun, egal ob kostenlos auf dem Land sowie in der Stadt oder kostengünstig am Flughafen, wünschen wir Ihnen und Ihrem Auto allzeit sicheres Parken, Ihr Team von Autoparkplatz.de.